Burundikids e.V.

Aus den Heimen

Sozialarbeiterin Josiane Nsabumukama arbeitet im Mutter-Kind-Heim im Viertel Mutakura in Bujumbura. Zur aktuellen Lage schreibt sie: „Im Mütterheim Nyubahiriza hat sich natürlich einiges geändert, damit wir uns vor Covid-19 bestmöglich schützen können. Die Bewohnerinnen sind gut aufgeklärt, wir sprechen viel darüber. Jeder, der ins Heim kommt, muss sich am Eingang die Hände waschen. Auch wenn es keine offizielle Ausgangsbeschränkung gibt, haben wir alle diejenigen, die nicht zur Schule müssen, aufgefordert, im Heim zu bleiben und nicht so viel draußen herumzulaufen. Besonders schwer fällt es aber, nicht den Gottesdienst besuchen zu dürfen.“

Die Krankenschwester des Heims habe genau im Blick, ob jemand krank wird, und messe auch vorsorglich Fieber. Ein Vorrat an Medikamenten, Kleidung und Lebensmitteln sei angelegt worden, so Josiane weiter, sollte die Regierung eine Ausgangssperre verhängen.“

Ähnliche Bilder im Centre Birashoboka, wie Augustin Nirere berichtet, Mitarbeiter im Straßenkinderheim in Kajaga. Auch hier gilt: Jeder Heimbewohner und die MitarbeiterInnen waschen sich beim Betreten der Einrichtung unter Aufsicht mit Seife die Hände. Die Osterferien haben alle Jungen im Heim verbringen müssen, Besuche im Heim und bei Freunden außerhalb waren – und sind – verboten. „Normalerweise treffen sie sich immer zum Lernen in der Nachbarschaft. Das muss nun leider anders stattfinden“, so der psychologische Betreuer weiter.

Das Personal des Heims ist sensibilisiert und achtet permanent auf Anzeichen, die Symptom für eine Erkrankung sein könnten, wie zum Beispiel Fieber. In unsicheren Fällen, begebe man sich sofort ins Krankenhaus der Fondation Stamm (Centre Médical Hippocrate), das in der Nachbarschaft liegt. Bei aller Sorge um das Corona-Virus dürfen andere Krankheiten wie Malaria nicht unterschätzt werden.

Neuzugänge im Heim, vermittelt beispielsweise durch Kooperationspartner und andere Vereine, werden nur nach erfolgtem Test auf Covid-19 akzeptiert, um dem Einschleppen der Infektion ins Heim vorzubeugen. Sollte es zu einer Quarantäneverordnung der Regierung kommen, seien sie auch hier im Heim vorbereitet. „Wir haben Vorräte an Lebensmitteln und auch an Kleidung angelegt“, versichert Augustin.

Neben den Sorgen um die Gesundheit mache man sich vor allem Gedanken darüber, wie es für das Heim weitergehe, sollte es zu wirtschaftlichen Engpässen kommen. „Die Kinder fragen uns, was mit ihnen passiert, wenn das Heim schließen muss“, so Augustin besorgt. So weit sei es jetzt noch nicht, antworte er dann im Versuch, zu beruhigen. Was im Moment zähle, seien gute Schulnoten, um das Schuljahr gut zu Ende zu bringen. Und natürlich, gesund zu bleiben.

Gedanken, die auch die Bewohnerinnen des Mütterheims beschäftigen. „Im Moment machen sie sich aber mehr Sorgen um die Krankheit Covid-19 und darüber, dass es in Burundi kaum Möglichkeiten gibt, sich behandeln zu lassen“, so Sozialarbeiterin Josiane.

Spontan ist die Idee entstanden, Schutzmasken nach Deutschland zu liefern. Das Team um Schneider Apolinaire Ndorere hatte begonnen, für das Personal der Fondation Stamm und den lokalen Markt zu produzieren. BewohnerInnen des Mütterheims arbeiten daran im Rahmen ihrer Ausbildung zur Schneiderin mit. Mit den Masken soll nun auch ein Beitrag geleistet werden, Gelder für die Projekte zu erwirtschaften und eventuellen Spendeneinbrüchen frühzeitig entgegen zu wirken. Auch die deutsche Botschaft in Bujumbura hat von den Masken „Made in Nyubahiriza“ bestellt. In Deutschland sind sie bald über unseren Kooperationspartner Cosyspeed erhältlich.

Cam Pillows made in Burundi: Das besondere Kissen für Ihre Kameras. Cam Pillows sind kleine stilvolle Kissen aus schickem afrikanischem Stoff, auf denen Fotoapparate und Kameras abgelegt werden können, um Kratzer und Schlimmeres zu vermeiden. Ein Projekt der Cosyspeed GmbH in Kooperation mit unserem Mutter-Kind-Heim Centre Nyubahiriza.

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